Es ist soweit, denn heute kommt der letzte Teil der Star Wars Saga in die Kinos. Im offiziellen Spiel zum Film könnt ihr euch mit Hilfe der Macht und dem Laserschwert durch 16 Level kämpfen.
Beschreibung: Gespielt wird mit Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, die Ihr meist abwechselnd spielt. Doch oft hat man auch R2D2 dabei, der den beiden Jedis hilft, die Türen und Energieschilder aufzumachen. Doch leider muss R2D2 dies ohne seinen treuen Freund C3PO verrichten, da dieser im Spiel einfach weggelassen wurde.
Die Story orientiert sich komplett an dem Film und spoilert ziemlich viel, deswegen will ich an dem Punkt nichts verraten.
Wenn ihr ins Spiel einsteigt, geht die Aktion gleich richtig los. Erst schaut ihr euch einen coole Filmszene an und kapert dann auch sofort ein feindliches Schiff, um den entführten Kanzler der Republik zu retten.
Die Steuerung ist wirklich sehr gut gelungen und geht einfach von der Hand. In der ersten Mission bekommt ihr gleich zu Anfang erklärt, wie man einen mit einem Jedi richtig umgeht. Mit den Tasten „X“, „Y“ und „B“ könnt ihr die verschieden Schwertangriffe durchführen und mit der Weißen, Schwarzen und rechten Schultertaste die Acht verschieden Macht Fähigkeiten ausführen. Bewegen tut man sich natürlich mit den Analog Stick.
Nach der kurzen Einweisung kommen auch schon gleich die ersten Droiden, die man allerdings eher als „Opfer“ bezeichnen könnte. Auch in wirklichen Massen haben sie wirklich keinerlei Chance gegen unsere todbringende Klinge.
Anscheinend ist das gesamte Geld für die Entwicklungskosten in die Schwertkämpfe geflossen, denn anders kann man sich das Leveldesign nicht erklären. Ihr dürft zwar an den Schauplätzen des Films kämpfen, aber würdet dabei einschlafen, wenn nicht solche Scharren von Droiden-Opfern kämen. Es gibt keinerlei Freiheit so lauft ihr also ständig auf schmalen Wegen von links nach rechts oder sogar mal anders herum. Eine feste Kamera verstärkt noch das Gefühl, das ihr ein ein altes Gameboy-Spiel spielt. So könnte man das Game fast schon als Hack ´n Slay einstufen.
Auch in Sachen Grafik kann „Die Rache der Sith“ sich nicht bewähren. Wenn man mal eine Textur findet, ist diese meisten verwaschen und unscharf. Von Bumbmapping haben die Entwickler anscheinend auch noch nichts gehört. Die Charaktere sehen aber ganz Nett aus und man erkennt Sie gut wieder. Man kann auch gut die Macht einsetzen, da man viele Teile aus der Umgebung kaputt hauen und auf gegen Gegner schleudern kann.
Beim Sound kann man in Star Wars spielen eigentlich nichts falsch machen. Die Musik ist natürlich erstklassig und ruft immer noch Gänsehaut-Feeling hervor. Doch die Kommentare der Jedi und Sith im Kampf sind derart unpassend, das es fast schon ein paar Lacher aus dem Gamer herauskitzelt. Eine typische Situation wäre ein Kampf indem man den Gegner total fertig macht und er kein besseres Kommentar als ein „Hast du immer noch nichts dazu gelernt“ parat hat.
Wenn man über die KI schreiben will, braucht man erst mal ein bisschen Zeit zum Überlegen. Man muss sich nämlich erst an Stellen im Spiel erinnern, in denen man künstliche Intelligenz vorgefunden hat. Da setzt Entwickler „The Collectiv“ anscheinend eher auf Masse statt Klasse. So muss man meistens erst alle Gegner in Schrottteile verwandeln, bis von „Geisteshand“ die nächste Tür endlich aufgeht und man leider feststellen muss, das der gleiche Raum fast genauso aussieht und wieder 30 dumme Droiden auf einen warten.
Was aber viel Spaß bereitet, ist ein Versus indem man in einer „Dead or Alive“ Perspektive mit Lichtschwertern gegen seinen Freund spielen kann. Auch hier kann man ein bisschen mit der Umgebung interagieren und mehr oder weniger explosive Teile auf seinen Gegner niederhageln lassen. Auch gibt es im Menüpunkt „Multiplayer“ noch einen Ko-Op Modus, der allerdings einen Preis als „lieblosesten seiner Art“ verdient hätte. In vier extra Leveln kämpft man sich mit seinen Freund völlig ohne Story durch Droiden und weiß im Prinzip gar nicht, worum es geht. Auch diese Missionen sind in ca. 20 Minuten geschafft und die meisten werden sich dann lieber etwas Sinnvollem wie z.b Briefmarken einsortieren zuwenden. :-)
Fazit: Die Rache der Sith lebt eigentlich nur von den Filmszenen. Schade eigentlich, denn aus dem Spiel hätte ein richtig gutes Game werden können. Die Story ist Klasse, aber überhaupt nicht in Szene gesetzt. Vielleicht hätten die Entwickler sich ein bisschen mehr von der „Jedi Knight“ reihe abgucken sollen, die in sämtlichen Punkten besser ist. Auch als absoluter Star Wars Fan muss ich also leider mitteilen, das dieses Spiel ein Schuss nach hinten war und ein Kauf nur für Leute mit zuviel Geld in Frage kommt.